Zecken

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Pro-Dog





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In dieser Ausgabe von Janush haben wir zwei neue Gesichter bei uns. Zum einen ist das die neue Rubrik ,, Pro-Dog", in der wir in regelmäßigen Abständen wissenswertes zum Thema Hund berichten. Außerdem feiern wir das debüt unserer neuen Redakteurin Simone.

Das Thema des Monats Mai ist ein nicht so schönes, aber dennoch wichtiges Thema:

Zecken


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Wer kennt sie nicht? Die alljährlich zwischen April und September auftauchenden kleinen spinnenartigen Blutsauger: Zecken. Zecken bilden eine Familie innerhalb der Milben und gehören zur Klasse der Spinnentiere, was man zum Beispiel an den acht Beinen erkennen kann. Die Zecke ist biologisch gesehen ein Parasit, da sie sich von Fremdblut ernährt, ähnlich wie Mücken. In Deutschland gibt es drei Zeckenarten: der Gemeine Holzbock, die braune Hundezecke und die Auwaldzecke.
Häufig trifft man Zecken in Wäldern, hohem Gras oder an Bächen. Sie lieben Feuchtigkeit und Wärme, weswegen sie auch sehr oft nach verregneten Sommertagen anzutreffen sind. Zecken können nicht, im Gegensatz zu Flöhen weite Entfernungen überspringen. Meistens erreichen sie ihren Wirt, indem sie an Gräsern und kleinen Büschen hochklettert. Wenn ein Tier an diesen Gräsern vorbeikommt, klettert die Zecke blitzschnell mit Hilfe ihren Krallen in das Fell, bis auf die Haut des Wirtes.
Wenn die Zecke einen geeigneten Ort zum Stechen gefunden hat, vorzugsweise dünnhäutige, feuchte und gut durchblutete Stellen, sticht sie mit ihren Mundwerkzeugen zu. Dabei sondert sie mit ihrem Speichel ein Betäubungsmittel in die Stichstelle ab, sodass man den Biss gar nicht bemerkt. Außerdem sorgen bestimmte Stoffe im Speichel dafür, dass die Bissstelle nicht gerinnt.
Wenn die Zecke verdaut, holt sie sich dabei die für sie nahrhaften Bestandteile herraus. Der Rest wird über den Stechapparat wieder zum Wirt zurück geleitet. Da Zecken sich nicht immer nur von einem und demselben Wirt ernähren, ist das einer der großen Gefahrenpunkte bei Zecken: die Verbreitung von Erregern und Krankheiten. Die gängigsten Krankheiten, die Zecken auf Hunde übertragen sind die Borreliose, Babesiose (Hundemalaria) und Ehrlichiose. Gegen Borreliose kann man Hunde impfen lassen. Jedoch gehen hier bei dieser Impfung die Meinungen (sogar der Tierärzte) weit auseinander. In den USA sind bei Impfungen schwere Impfreaktionen aufgetreten. Außerdem gibt es viele verschiedene Borrelien-Stämme. Eine Impfung deckt nicht jeden vorhandenen Borrelien-Stamm ab. Jeder Hundehalter muss in so einem Fall für sich selber entscheiden und versuchen, das Beste für sein Tier zu finden.


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Welches Mittel ist am Besten?
Um seinen Liebling (wirksam) gegen Zecken zu schützen, gibt es viele Mittel: über Halsbänder, Spot-on-Präparate, bis hin zu Hausmittelchen. Die gängigsten Mittel sind Spot-on-Präparate, die beim Tierarzt oder in Apotheken erhältlich sind. Sie enthalten in der Regel Nervengifte. Diese Gifte greifen das zentrale Nervensystem der Zecke an und verursachen unkontrollierte Reaktionen des Systems. Außerdem ist das Nervengift oft noch mit einem Kontaktgift verbunden. Dieses greift die Fussorgane bei bereits schon festgebissenen Zecken an. So ziehen sich die Zecken zurück und werden im Fell sichtbar.
Schutzhalsbänder sind mit Insektiziden und Akariziden getränkt und verbreiten sich über die ganze Haut auf dem Hund aus. Hasbänder sollten immer abgenommen werden, wenn der Hund ins Wasser geht, da sich die Wirkstoffe im Wasser ausbreiten und für Fische und andere im Wasser lebende Organismen schädlich sein können.

Alternativen
Wenn diese Mittelchen so agressiv auf Zecken und vielleicht noch Flöhe reagieren – was haben sie für Wirkungen auf den Hundekörper? Spot-on-Präparate verteilen sich über die Haut auf dem ganzen Körper. Die Haut ist das größte Organ und vieles wird über sie aufgenommen. Auf Verpackungen von Zeckenschutzhalsbänder steht oft, wie oben schon erwähnt, dass der Hund damit möglichst nicht mit schwimmen gehen soll, weil sich die Wirkstoffe im Wasser verteilen und die Fische schaden können. Ebenso steht oft mit dabei, dass die Halsbänder nicht in Kinderhände fallen sollen; bei Augenkontakt sofort mit Wasser ausspülen und einen Arzt aufsuchen.
Da stellt sich schon die Frage: Ist das so gefährlich und agressiv? Wer versichert uns, dass die Mittelchen nur auf Zecken so agressiv reagieren? Wer versichert uns, dass der Hund da vielleicht keine Langzeitschäden bekommen kann? Wer versichert uns, dass die über die Haut aufgenommen Wrkstoffe nicht im Körper gespeichert werden und vielleicht den Organismus über kurz oder lang schaden können?
Man ist nicht nur auf chemische Präparate vom Tierarzt oder aus der Apotheke angewiesen. Es gibt genügend alternative Mittel, die dem Hund nicht schaden und trotzdem wirksam sind.
Durch das Futter kann man Knoblauch mischen. Besonders gut kann man ein paar Knoblauchzehen in eine Flasche Sonnenblumen-, Raps- oder Maiskeimöl geben. Das Öl nimmt bald den Geruch der Zehe auf. Außerdem haben auch Öle positive Eigenschafen für Fell und Haut des Hundes. So kann man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.
Aber nicht nur innerlich angewandete Öle können helfen. Auch Öle, die man auf das Fell und die Haut aufträgt, können Abhilfe schaffen: Kokosöl. Kokosöl besteht zu 50 % aus Laurinsäure, die Zecken vertreibt. Außerdem pflegt das Öl zusätzlich noch trockene Hundehaut, lässt das Fell glänzen und gepflegt aussehen und verbreitet einen angenehmen Duft.
Wer nicht auf ein Zeckenschutzhalsband verzichten möchte, kann auch chemiefreie Halsbänder verwenden: Ketten aus Bernsteinen. Bernsteine sind kleine Steinchen, die vor Jahrtausenden von Jahren Baumharz waren und sich, unter schweren Erd- und Gesteinsschichten durch Luftmangel und Druck zu Bernstein verwandelten.
Bernstein hat einen sehr hohen elektrischen Widerstand und wirkt in trockener Umgebung durch Reibung elektrisch anziehend. Kleine Wollfetzten und Papierschnitzel können von Bernstein angezogen werden. Genau diesen Effekt macht man sich am Hund zunutzte. Durch die Reibung der Steine aneinander und am Hundefell laden sich die Hundehaare minimal elektromagnetisch auf. Der Hund oder gar der Mensch spüren davon nichts. Aber wenn eine Zecke sich auf das Fell des Hundes niederlassen will, bekommt sie einen Stromschlag, beziehungsweise einen elektrischen Impuls; die Zecke lässt sich wieder fallen.

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Fazit
Im Endeffekt muss jeder Hundehalter selber für sich entscheiden, welchen Zeckenschutz er wählt: sei es nun Chemie oder Natur. Das Ziel ist bei allen das Gleiche: der Schutz vor Zecken und deren nicht immer ungefährlichen Krankheiten.

Ein Bericht von Simone

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